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Verbraucht Bitcoin zu viel Strom? Die ehrliche Antwort

Verbraucht Bitcoin zu viel Strom? Ja, viel — rund 138 Terawattstunden. Was die Zahl wirklich bedeutet, woher der Strom kommt und wofür er da ist.

Pete mit Bitcoin-Cap steht mit einem dicken Stromkabel in der Hand vor einer nächtlichen Industrielandschaft, links ein Windrad, rechts eine brennende Gasfackel und ein glühender Chip mit Bitcoin-Zeichen — Graffiti-Schriftzug „Stromfresser? Verschwendet Bitcoin wirklich Energie?“

„Bitcoin verschwendet doch nur Strom.“ Kaum ein Satz fällt öfter, wenn es um Bitcoin geht. Und das Ärgerliche ist: Er ist nicht komplett falsch. Aber er ist eben auch nur die halbe Wahrheit.

Fangen wir ehrlich an. Ja, Bitcoin braucht viel Energie. Das Netzwerk verbraucht nach Schätzungen der Universität Cambridge rund 138 Terawattstunden im Jahr. Das ist tatsächlich die Größenordnung eines mittelgroßen Landes. Wer das kleinredet, lügt.

Jetzt kommt der Teil, der fast immer weggelassen wird. 138 Terawattstunden klingen nach unglaublich viel. Im Verhältnis zum weltweiten Stromverbrauch sind es aber nur etwa ein halbes Prozent. Zum Vergleich: Allein die Geräte, die in amerikanischen Haushalten rund um die Uhr am Netz hängen, ohne dass sie jemand benutzt, ziehen nach derselben Rechnung von Cambridge mehr Strom als das ganze Bitcoin-Netzwerk.

Und woher kommt der Strom? Nach den Daten von Cambridge stammen über die Hälfte, rund 52 Prozent, aus emissionsfreien Quellen. Wasserkraft, Wind, Kernkraft, Solar. Kohle, früher der größte Posten, ist stark gefallen. Wichtig zur Ehrlichkeit: Diese Zahl ist eine Untergrenze, in einigen Regionen wird vermutlich mehr fossil gemined. Schöngeredet wird hier nichts.

Dann gibt es zwei Dinge, die kaum einer kennt. Erstens: Miner verstromen Gas, das bei der Ölförderung sonst einfach abgefackelt wird. Nutzloses Verbrennen wird zu Rechenleistung. Zweitens: Mining lässt sich in Sekunden abschalten. Wird der Strom im Netz knapp, gehen Miner vom Netz. Gibt es Überschuss aus Wind und Sonne, nehmen sie ihn auf. Sie stabilisieren das Netz, statt es zu belasten.

Bleibt die eigentliche Frage. Wofür der ganze Strom? Die Antwort ist: Genau dieser Energieeinsatz macht Bitcoin sicher. Er sorgt dafür, dass niemand das Netzwerk fälschen oder abschalten kann. Wie viel Rechenleistung dahintersteckt, zeigt die Hashrate. Der Strom ist kein Selbstzweck. Er ist der Preis für Geld, das keiner kontrolliert.

Deshalb ist „verbraucht Bitcoin zu viel Strom?“ die falsche Frage. Die richtige lautet: Ist dir ein Geld, das niemand fälschen und niemand abschalten kann, diesen Preis wert?

Warum dieser Energieeinsatz überhaupt Sicherheit schafft, steht auf Karte 19: „Pete der Schürfer — echte Knappheit kostet echte Energie“.

// TIEFER EINSTEIGEN

Ausführliche Erklärung mit Beispielen und Quellen: auf bitcoinaera.de weiterlesen →

// Freitagmorgen

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