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Mehr Millionäre als Bitcoin? Der Bullshit-Check mit 57,5 Millionen

57,5 Millionen Millionäre, höchstens 21 Millionen Bitcoin: Einen ganzen für jeden gibt es nicht. Was an der Rechnung stimmt und was sie verschweigt.

Pete mit Bitcoin-Cap hält grinsend eine orange leuchtende Bitcoin-Münze hoch, vor einer nächtlichen, regennassen Finanzstraße mit Hochhäusern, Säulenfassade, US-Flaggen und Anzugträgern unter Regenschirmen — Graffiti-Schriftzug „MEHR MILLIONÄRE ALS BITCOIN?“

„57,5 Millionen Millionäre, aber nur 21 Millionen Bitcoin.“ Der Satz soll beweisen, wie knapp Bitcoin ist. Bevor du nickst, rechnen wir nach.

Erst das Zugeständnis: Die Grundrechnung stimmt. Laut Global Wealth Report der UBS hatten Ende 2025 rund 57,5 Millionen Erwachsene ein Nettovermögen von über einer Million US-Dollar. Allein in Deutschland waren es etwa 2,6 Millionen. Mehr als 21 Millionen Bitcoin lässt der Code nicht zu. Selbst wenn sämtliche Coins bei Millionären lägen, bekäme jeder nur gut ein Drittel. Einen ganzen für alle gibt es nicht.

Und es wird noch enger. Geschürft sind bisher gut 20,1 Millionen Bitcoin, der Rest kommt in immer kleineren Portionen bis etwa 2140 dazu. Ein Teil der vorhandenen Coins ist unerreichbar, weil Wallets vergessen und private Schlüssel verloren gingen. Ohne Schlüssel bewegt sich nichts, auch nicht für den rechtmäßigen Besitzer.

Jetzt der Teil, der fast immer weggelassen wird. Wie viele Bitcoin wirklich weg sind, weiß niemand genau. Die Analysefirma Chainalysis schätzte 2017 zwischen 2,8 und 3,8 Millionen. 2024 kam sie auf 1,8 Millionen, ohne die rund 1,1 Millionen Coins, die Satoshi Nakamoto zugeschrieben werden. „Verloren“ heißt in solchen Modellen meist nur: seit Jahren nicht bewegt. Und alte Wallets wachen immer wieder auf. Die „rund drei Millionen“ sind eine plausible Schätzung. Gezählt hat sie keiner.

Der zweite weggelassene Punkt wiegt schwerer. Niemand braucht einen ganzen Bitcoin. Jeder Coin lässt sich in 100 Millionen Einheiten teilen, die Satoshis. Die UBS-Zahlen decken rund 3,85 Milliarden Erwachsene ab. Teilst du 21 Millionen Bitcoin durch sie alle, bleiben pro Kopf etwa 546.000 Satoshi. Wenig, aber eben nicht null.

Bleibt die Knappheit. Die ist echt: Die Obergrenze steht als Regel im Code, und jeder Knoten im Netz prüft sie. Woher diese Grenze kommt, ist eine eigene Geschichte. Nur macht Knappheit allein noch keinen Preis. Dein Kinderbild ist auch ein Unikat, kaufen will es trotzdem kaum jemand. Ob etwas Wert hat, entscheiden Angebot und Nachfrage. Und die Nachfrage steht in keinem Code.

Der Millionärsvergleich arbeitet mit einem Gefühl: schnell, bevor alles weg ist. Genau bei diesem Gefühl solltest du langsamer werden. Wie viel du in Bitcoin steckst, entscheidest du selbst. Dieser Text ist keine Anlageberatung.

„Jeder Millionär einen Bitcoin“ geht sich also nicht aus. Musste es aber auch nie. Die bessere Frage lautet: Wie viele Satoshis brauchst du eigentlich — und wofür?

Passend dazu Karte 10: „Pete der Wächter — 21 Millionen. Mehr gibt’s nie. Das ist der ganze Trick.“

// TIEFER EINSTEIGEN

Ausführliche Erklärung mit Beispielen und Quellen: auf bitcoinaera.de weiterlesen →

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